Mittwoch, 2. Juli 2014

Via Gebenennensis ...beendet!

 

17.- bis 27.Juni 2014

wieder zurück von 11 Tagen Camino auf der VIA GEBENNENSIS.
die ich nun beendet habe.
Genf bis Le Puy, jeder Km wird schöner, den man unterwegs ist, 350 herrliche km.
und als absoluten Höhenpunkt, die wunderschöne, unvergessliche Stadt: LE PUY EN VELAY


16. Juni 2014
Anreise nach Chambery,
um 9 Uhr morgens mit 10kg Gepäck in Stuttgart am Bahnhof gestartet, dann in Zürich in den Zug nach Genf umgestiegen, die Landschaft wurde immer schöner.
Aber....in Genf war wegen Streik in Frankreich Schluss.
ich habe mit ungezählten Menschen gesprochen, wie ich sonst nach Frankreich komme, und habe tausend verschiedene Meinungen gehört, bis mir endlich jemand erzählt hat, ich sollte zum Flughafen von Genf fahren, dort gibt es eine Verbindung mit dem Bus nach Chambery, Grenoble.
also, halb verdurstet die letzten Station mit dem Zug auf den Flughafen rausgefahren und tatsächlich den Bus gefunden.
Dann zuerst unendlicher Stau bis wir die Grenze zu Frankreich erreicht hatten und endlich um 18.30 glücklich in Chambery/ Frankreich angekommen.
Leider war natürlich der letzte Bus nach Yenne schon weg, jetzt was machen?
Taxi für die 30km Fahrt zu teuer, also suche ich mir ein günstiges Hotel und gehe noch Pizza essen!

herrliche Aussicht auf die Schweizer Bergwelt

Stau zwischen der Schweiz und Frankreich

eine Bank in Chambery



1.Tag ( 34.Tag insgesammt)   17.Juni 2014

Strecke: Yenne - St. Maurice- de -Rotherens

Wetter: warm,fast schwül mit Regenwolken

sonstiges: verlasse niemals den Camino wegen anderer franz.Wanderzeichen und buche nie eine   erste Herberge von zuhause aus..es kommt immer anders als geplant

Quartier: Gite d'Etappe Le Vernay St.Maurice-de-Rotherens

km: 16

Höhenmeter. Yenne 230m
                         Mont Tournier 877m
                         St. Maurice-de-Rotherens


nach einer Übernachtung in Chambery bin ich bald losgezogen um den ersten Bus nach Yenne zu bekommen.Am Bahnhof ist noch Chaos ,weil die Züge immer noch nicht fahren.
In Yenne lass ich mir noch Zeit zu starten, kaufe noch Käse und Brot ein, und trinke einen letzten Cafe bevor ich losgehe
es gibt eine Variante, die mit einem Punkt gekennzeichnet ist und ich beschliesse ,sie zu laufen.
der GR 65 , der Grand rondonee , mit dem rot gelben Balken zieht sich komplett bis nach Le Puy durch.
Es geht ständig bergauf, dazwischen zwei nette Gespräche mit Einheimischen, die mir einen gute Weg wünschen.
Irgendwann im Wald teilt sich der Weg, der mit der Muschel geht über den Mont Tournier , der andere Weg auch direkt über den Berg nach St.Maurice .Ich nehme den zweiten Weg und irgenwann blicke ich es mit den französischen Wanderbezeichnungen nicht mehr.
Es geht ständig im Zickzack den Berg hoch, langsam zweifle ich, ob ich auf dem richtigen WEg bin.
Endlich komme ich auf einen Strasse, jetzt rechts oder links?
endlich sehe ich meine Muschel wieder und bin überglücklich.
ich steige hinab nach St. Maurice- de - Rotherens.
Seit einiger Zeit sehe ich ein Schild zu einer Herberge , Gite d'etappe in Le Vernay. ca 600m enfernt und beschliesse ,dort zu übernachten.

Zuerst noch ein Bummel durch das Dorf, hier kann man das Radiomuseum Galletti im alten Pfarrhaus besichtigen.

dannach steige ich nochmal steil bergan zu meiner Herberge , wo ich herzlich empfangen werde.
ich geniesse meinen Nachmittag auf der Terrasse mit der herrlichen Aussicht.
nichts stört hier die Ruhe, die Vögel pfeifen, und das Rascheln der Blätter, ganz weit entfernt hört man einen Motorsäge
Abends gibt es eine gutes ABendessen mit vier französischen Pilgern!


die Kirche  von Yenne

sehr renovierungsbedürftig!

hier in der Strasse noch die letzten Einkäufte und ein Kaffee

dann gehts los, die Variante zu laufen









endlich oben auf dem Mont Tournier







angekommen in St. Maurice- de - Rotherens



in dieser Herberge lässt es sich gut übernachten



endlich in St.Maurice angekommen



Radio Museum

so werden hier die Wal Nüsse getrocknet

meine erste Herberge



nochmal Blick zurück nach St.Maurice



2.Tag ( 35. Tag) 18.6.2014

Strecke: St-Maurice-de -Rotherens,Gresin,  St. Genis- sur -Guiers, Le Verou, Les Arbrets

Wetter: morgens angenehm zu laufen, mittags schwül, abends Gewitter

sonstiges: wenig Steigungen, viel Asphalt

Quartier: 3 km hinter les Arbrets, am Camino
                   Chambre d'hote Le Juvenin in 38490 Charancieu
                   Übernachtung gegen eine Spende

km : 25


um 8.15 komme ich los , es geht zuerst bergab nach Gresin, hier ist ein kleiner Pilgerstop, wo ich die berühmten Walnüsse hier aus der Gegend ,als Notproviant, einkaufe.
dann ein kurzer heftiger Anstieg zuj Kapelle de Pigniuex, und dann hintunter nach St. Genix- sur- Guiers.
ein kleines belebtes Städtchen, wo ich Postkarten einkaufen, ausserdem noch Käse .
bei einerm Kaffee spricht mich eine Pilgerin an, sie will bis les Arbrets laufen, also denke ich,dass wird heute Abend auch mein Ziel.
Plötzlich sind mehrere Pilger unterwegs, ich ziehe aber alleine weiter, unterwegs werde ich von einem flotten Pilger überholt
Ich lasse den Zeltplatz von Le Verou links liegen und gehe weiter nach Les Arbrets.
Dort hat zum Glück das Office de Tourisme geöffnet und ich frage wegen einer Übernachtungsmöglichkeit nach.
die Dame bucht mir ein Bett 3 km ausserhalb von Les Arbrets.
Durch ein Cola gestärkt mache ich mich wieder auf den Weg, 3 km, denke ich, einen Dreiviertelstunde, dann werde ich da sein.Es ziehen Regenwolken auf!
Ich laufe, und laufe, es geht aufwärts, bin schon eine Stunde unterwegs, nirgends gibt es die Möglichkeit zu fragen, alle kleinen Dörfer sind wie ausgestorben,
endlich finde ich einen Mann,den ich fragen kann, er kennt die Herberge nicht, und ruft für mich an , der Herbergsbesitzer, Alain holt mich ab. Ich bin happy, denn es sieht nach Gewitter aus.
in der Herberge angekommen, ist Alain von gestern da, es, kommen noch vier deutsche Pilger dazu, die ich heute Mittag in St Genix gesehen habe.
wir verbringe einen sehr angenehmen Abend mit einem sehr guten Abendessen.

die Herberge ist gigantisch, ich habe ein tolles Zimmer, und das Bad ist riesengross !





immer wieder schön,dass jemand an die Pilger denkt!

gute Walnüsse gekauft


ein Fenster von der Chapelle de Pignieux, kurz hinter St.Maurice




Chapelle de Pignieux


in St. Genix angekommen, es gibt also noch noch mehr Pilger..ausser mir,hier verlief früher die französisch-savoyardische Grenze


St.Genix ist bekannt für seine Süßgkeiten, insbesondere Gateau Labully

diese Orte kommen mir so bekannt vor




hier ist schon überall das Getreide reif




eine sehr herzliche Verabschiedung von unsererer schönen Unterkunft


3.Tag  ( 36.Tag) 19.6.2014

Strecke: Charancieu ( les Arbrets) , Saint- Andre- le- Gaz, Valencogne, la Grand - Lemps

Wetter: Sonne und warm

sonstiges: endlich einen Pilger gefunden, mit dem ich laufen konnte

Quartier: Le Grand Lemp
                   Acciuel jacquaire
                   Line & Paul Chomat
                   38690 le Grand lemps

km.:24

nach einer herzlichen Verabschiedung mit einem Pilger losgezogen,Dieter hatdas gleiche Tempo hat wie ich und wir ziehen gemeinsam los.
der Rest unserer Gruppe, Alain,  Elisabeth und Reinhard und Jürgen kommen nach.
es ist ein angenehmer Weg zu laufen und um 12 Uhr kommen wir in Le Pin an, wo wir beschliessen, Mittagspause zu machen.
hier wollte ich eigentlich übernachten, als die anderen nachkommen, machen wir ein Picknik auf dem Dorfplatz, unser Franzose Alain, bucht uns unser Quartier für diese Nacht.
Weiter gehts, ein steiler Anstieg und ein etwas schwieriger ,matschiger Abstieg!
wir kommen gegen 4 Uhr in Grand Lamps an, und Dieter und ich trinken auf dem Dorfplatz noch ein Bier, gut gegen den Durst,macht aber sehr müde!
mit Sandalen gehts weiter in die Herberge, wo dann der Rest unserer Trupppe so nach und nach auch ankommt
Abend feiere ich noch meinen Geburtstag mit Jürgen und Dieter in der Pizzeria
in unserer netten Herberge können wir gegen eine Spende schlafen.



Le Pin



Sonnenuhr in Le Pin

wohlverdiente Pause

vorbei an der Abbaye de la Chartreuse, wo es leider wegen der Mauer nichts zu sehen gibt







nach dem matschigen Abstieg, dieses Schild!













4.Tag  ( 37.Tag)  20.6.2014

Strecke: Le grand Lemps , Saint Hilaire de la Cote,  la Cote de Saint Andre, Revel Tourdan , Farmans

 Wetter; ein sehr angenehmer Sommertag

sonstiges: PERDU ist ein wichtiges Wort beim Pilgern!

Quartier: Farmans , Chambre d'hote , Chemin du notaire, Nadine de Bruler

km, 24

da wir die Nacht nicht so gut geschlafen haben, geht es etwas zäh los mit laufen.,meistens auf Asphalt und ab und zu Schatten, in Cote St. Andre machen wir auf der Burgruine Pause, es gibt Baquette, Käse und Obst, danach einen großen Kaffee und laufen mit neuer Energie weiter.
jetzt die letzen 10km und wir kommen gleichzeitig mit Alain in der netten Herberge an!
Die Besitzerin spannt uns gleich mit Arbeit ein, ich entkerne Kirsch, die anderen bereiten den Salat für heute Abend vor.
nach dem Abendessen noch einen schönen Spaziergang durch das Dorf, wir haben Sicht bis zu den Alpen!







La Cote -Saint -Andree

Hector Berlioz, geboren in La Cote-Saint-Andree






das Waschhaus kurz vor Balbins- Ornacleux


eine idyllische alte Mühle kurz vor Faramans




und in Farmans angekommen

Farmans


unserer Herberge


Pilgerwäsche












Blick zurück zu den Alpen



5.Tag  (38.Tag)   21.6.2104

Strecke: Farmans, Pommier-de-Beaurepaire - Revel-Tourdan- Bellegarde

Wetter : sehr warm, und wenig Schatten

sonstiges: im Osten sieht man noch die Alpen und Richtung Westen kann man schon das Rhonetal erahnen

Quartier: Daniele & Andre Varennes in Bellegarde

km: 24

nach einem ausgiebigen Frühstück im Garten ziehen wir wieder getrennt los! Nadine hat uns gleich heute morgen beim Frühstück die nächste Herberge in Bellegarde gebucht und es ist einfach schön, wenn man schon morgens weiss , dass irgendwo, auch wenn es weit ist, ein Bett steht!
Es geht ziemlich flach die Landstraße entlang, durch Felder und Wiesen und es wird deutlich wärmer, jeder von uns läuft sein eigenes Tempo.
Es sind 12 km bis Ravel Tourdan, dort angekommen, machen wir beide eine kleine Pause in der Dorfkneipe, die auch als Herberge benutzt wird.
frischgestärkt ziehen wir zu zweit weiter, die anderen kommen nach.
Dann kommen die Steigungen und wenig Schatten,.
an einer Schutzhütte gabelt sich der Weg, wir nehmen den linken, damit wir Bellegarde erreichen werden..
wir steigen abwärts nach Bellegarde, wo wir uns nach der Auberge von den Varennes durchfragen. und sind begeistert als wir an dem ca 150Jahren alten Haus ankommen, mit einem wunderschönen Garten.
wenig später kommt dann auch Alain pfeiffend um die Ecke und zum Schluss noch Jürgen,
im Haus, bei einem alten Ehepaar fühlt man sich 50 Jahr zurückversetzt,
wir bekommen zwei Zimmer, und müssen eins der Zimmer durchqueren um ins Bad zu kommen.
ich geniesse den Nachmittag strickend in dem schönen Garten
abends gibt es eine bodenständige ,einfache,gute Mahlzeit!





























6.Tag  ( 39.Tag)  22.6.2014

Strecke: Bellegarde, Chapelle de la Salette, Saint Romain, Assieu, Clonas sur Vareze

Wetter: sehr warm

sonstiges: Spanienfeeling bei diesem Wetter, es sieht hier nach Spätsommer aus

Quartier: Fabien & Emmanuele Lemare
                   St. Clair du Rhone

km: 22

zum Frühstück um 7.30 gab es selbererzeugten Honig, zwei verschiedene Sorten, da blieb natürlich die Marmelade stehen.da es heute Sonntag ist bekamen wir noch Brot mit auf den Weg,
wir schnellen Pilger ziehen wieder gemeinsam los, es geht steil bergauf, wo ich immer langsam werde.
und plötzlich steht Jürgen wieder vor mir, er  hat eine Abkürzung gefunden.
Dann gehe ich alleine weiter und plötzlich treffen wir uns alle wieder, Alain, Dieter stehen mit einem jungen Schweizer Pilger unterhalbeines Schlosses beieinander und reden.
Wir gehen gemeinsam weiter, und gelangen zu einer alten Kapelle aus dem 11./12.Jahrhundert: Saint Romain.
heute ist Sonntag und es sind auch viele französische Wanderer unterwegs.
an einem Tisch sind Erfrischungen für diese Wanderer aufgebaut, von Wasser bis Wein , Käse, Wurst und Kuchen wird alles angeboten und wir werden aufgefordert uns zu bedienen, das ist doch mal eine schöne Überraschung.
Dann treffe ich wieder auf den  Michael, und wir laufen zusammen.
es wird sehr heiss, gegen 12 Uhr sind wir in Assieu und suchen ein Cafe, um Pause zu machen.
Wir fragen einen Mann ,der am Gartenzaun steht und uns beobachtet, und er meint, heute hat alles geschlossen und hat uns eigeladen, was bei ihm zu trinken.
dann hat er uns Linsensalat,Omlett, Käse , Nachtisch,Wein und Kaffe angeboten., und plötzlich kam wieder Alain um die Ecke gebogen.
gesättigt und überwältigt sind wir weitergezogen, als uns Dieter und Jürgen entgegen kamen.
gemeinsam langsam,wegen des Essens und der Hitze weitergezogen.
Wir laufen schweigend vor uns hin, in der Zwischenzeit hat Alain eine Herberge für uns ausfindig gemacht!  Dieter und Jürgen wollen auf dem Zeltplatz übernachten, und wir anderen in dieser Auberge.
Es ist ausgemacht, das wir an einem Autohaus kurz vor der Rhone abends abgeholt werden,weil das ganze abseits vom Camino liegt
Weiter gehts, durch die Sonne, endlose Weg, kurz vor der Rhone bietet mir noch ein Pizzabäcker ein Glas Wasse an.
Um halb 5 kommen Alain und ich in Clonas an, wir halten uns noch eine Stunde am See auf, bevor wir von Fabien abgeholt werden.
Eine schöne Herberge mit einem Grillabend.










eine nette Überraschung







eine überraschende Einladung zum Mittagessen












7.Tag  (40.Tag)   23.6.2014

Stecke: Clonas - Chavanay - Bessey - St.Julien-Malin Molette

Wetter: Sommer, aber Gewitter wird angekündigt.

sonstiges: ich laufe meistens alleine

wir kommen schon zeitig los um 8 Uhr, schnell wird die RHONE überquert und wir sind in bald in Chavanay! Dort geschwind Postkarten und schöne Pilgerbriefmarken einkaufen und weiter gehts.
Ein steiler Aufstieg zur Chapelle du Calvaire aus dem Jahre 1676  mit einem wunderschönen Blick zurück auf die Rhone und Chavanay!
Dann kommt ein schönes Stück durch Weinfelder und Obstplantagen.
in Bessey angekommen, beschliesse ich Mittagspause zu machen. Das Städtchen ist wie ausgestorben, nirgendwo ein geöffnetes Cafe oder Bar.
ich gehe weiter und entdecke am Ortsrand Micheal, der auch gerade Pause macht.
Es ist gut warm, ein steiler Anstieg steht an.ich mache öfters Pause
am Wegesrand machen drei französische Pilgerinnen Pause und empfehlen uns die Herberge Gite d'etappe Radio d' Ici in St. Julien - Molin- Molette!
Dann gehts bergab nach St. Julien, einer ehemaligen Industriestadt, die schon bessere Tage gesehen hat.
Überall geschlossene Läden.
Die Herberge ist gut zu finden, sehr einfach und wir quartieren uns ein.
Neben der Herberge ist ein kleiner Supermarkt , wir decken uns für unser Abend essen ein.
















hier gibt es keinen Kaffee mehr.









angekommen in St. Julien- Molin - Molette






unserer Herberge












8.Tag  ( 41.Tag)  24.6.2014

Strecke: St. Jluien-Molin-Molette, Bourg -Argental, Les Setoux

Wetter : nicht meh so heiss, angenehm zum laufen

sonstiges:

Quartier: Herberge Gite d'etape Le Combalou in Les Setoux

km 25

wir verlassen die Herberge ziemlich schnell, die Küche ist nicht so einladend, dass wir hier frühstücken wollen, in einem kleine Cafe holen wir das Frühstück nach.
ein kurzer heftiger Anstieg, dann geht es gemütlich hinab nach Bourg- Argental, die ersten 8 km sind geschafft.
Eine große laute Stadt, ich stärke mich mit einem Cola, bereite mich seelisch auf den Anstieg von 580m auf 1200m vor,fülle meine Wasservorräte auf und verlasse die Stadt.
Der Weg steigt ganz langsam an,immer wieder lange ebene Strecken,die sich in die Länge ziehen.
nach einer Stunde treffe ich Alain,der gerade Pause macht.
Gemeinsam gehen wir weiter, er kann es nicht glauben, dass wir schon 966 m erreicht haben.
Kurz bevor wir die 1200m erreicht haben, treffen wir Michael wieder,
eine neue Landschaft tut sich auf, und wir erreichen den kleinen netten ort Les Setoux,wo die Zeit still steht.
Im Restaurant melden wir uns für die Herberge an , die französischen Pilgerinnen sind schon da, wir haben einen gemeinsamen Schlafsaal.
Wir essen gemeinsam zu Abend und ich beschliesse morgen bis Tence zu laufen.
eigentlich wollte ich morgen nur 16km bis Montfaucon laufen, aber es ist schön, die anderen Pilger abends zu treffen.



Bourg Argental











in le Setoux angekommen







die Herberge





das Restaurant






9.Tag  ( 42.Tag ) 25.6.2014

Strecke: Les Setoux, Monfaucon- en - Velay, La paperterie, Tence

Wetter. angenehm warm, windig

sonstiges: wir verlassen den Parc Naturel du Pilat und haben Sicht Richtung Auvergne

Quartier: Gite d'Etappe la Petit Papeterie, ehemalige Papierfabrik aus dem Jahr 1645

km: 25km     
16,5km bis Monfaucon
 8,5km bis zur Herberge

um halb 8 Uhr Frühstück im Restaurant,La Riboul! ungefähr 5 Minuten weg von unserer Herberge.
dieser Ort gefällt mir wirklich sehr gut.
Es geht bergauf ,bergab, ich erreiche Monfaucon.
Dort mein tägliches Cola, am Ortsende machen die französischen Pilger eine ausgiebige Mittagspause.
die Landschaft öffnet sich, ich habe Sicht auf die Vulkanhügel der Auvergne.
Ca 3 km vor dem Ziel überholt mich Michael, wir laufen gemeinsam weiter zu unserer idyllisch gelegen Herberge  la Petit Papeterie, wir kommen so gegen 15 Uhr an und genießen den Nachmittag im Garten.
Abendessen mit zwei Schweizer Radpilger ,die morgen in Le Puy ankommen wollen.










Montfaucon






unserer Herberge















10.Tag ( 43. Tag) 26.6.2014


Strecke: La Petit Papeterie, Tence, Saint Jeures, Saint -Julien-Chapteuil

Wetter: morgens Regenwolken, dann herrliches Sommerwetter

sonstiges: 

Quartier: Gite d'Etappe, hinter dem Hotel de Ville

km: 30 - 32km

wir kommen erst um 9 Uhr los, ich werde unruhig, mich erwarten 30km.
Alain denkt darüber nach, ein Stück mit dem Bus zu fahren, aber leider sieht es schlecht damit aus.
also laufe los, durch malerische verlassene Dörfer, niemand scheint zuhause zu sein.
In Araules ( 1044m) mache ich auf dem Dorfplatz Mittagspause. immer aufwärts, dann ein langes Stück der Strasse entlang bis ich zu der Kreuzung Les Quatre Routes komme, wo ich mir geschwind unsicher bin, doch dann finde ich den Weg nach Raffy
dann weiter einer Anstieg, zum höchsten Punkt der Via Gebennensis:Raffy, 1276 m, im Gebirgszug Meygal
von nun an abwärts, bis ich in Monedeyres lande, ein kleines Dorf, sehr schlecht beschildert und es kostet mich eine halbe Stunde, einige Gespräche, bis ich endlich auf dem richtigen Weg bin.
weiter durch endlose düstere schmale Wege , bis endlich die ersten Häuser von Saint-Julien-Chapteuil erscheinen .
der Weg zieht sich noch, bis ich in der Stadtmitte das Rathaus und die Herberge entdecke.
mit Michael zusammen melden wir uns auf dem Zeltplatz an.
die französischen Pilgerinnen und Alain sind auch schon da.
ich bin glücklich, hier angekommen zu sein!
Dann sind wir noch einkaufen gegangen fürs Abendessen,
ich war fasziniert von der schönen Kirche , also noch fotografiert und als ich zur Herberge zurückkam, war das Essen schon vorbereitet.










Saint Jeures








Blick auf die Vulkanhügel der Auvergne



am höchsten Punkt der Via Gebennensis






Saint Julien











.
11.Tag  ( 44.Tag) 27.6.2014 

Strecke: Saint Julien-Chapteuil, Saint- Germain- Laprade,  Brives- Charensac, Le -Puy en Velay

Wetter: strahlend blauer Himmel

Sonstiges: blöd verlaufen, PERDU

Quartier: Gite d'prive des Capucins, , 29 rue des Capucines

km: 18?

heute morgen so gegen 8 Uhr losgezogen, der gestrige lange Tag hängt mir noch in den Knochen!
In Saint Germain- Laprade trinke ich noch einen Kaffe, von dort aus gehts auf den Montjoie, 722m hoch,wo man zum ersten mal Le Puy en Velay sieht.
in Brives-Charensac ist gerade Markt, ich kaufe frische Aprikosen und darf eingelegten Knoblauch probieren.
Hoffentlich habe ich heute ein Einzelzimmer!
dann verfolge ich weiter das GR65 Zeichen und laufe und laufe , und sehe nicht von Le Puy.
ich frage nochmal nach, und bin falsch, also den Weg zurück!
Endlich komme ich in Le Puy an.
die Stadt ist geprägt von den zwei schroff aufragenden Basaltspitzen,
auf der schmäleren , fast senkrecht aufsteigenden Vulkannadel thront Saint-Michel- d'Aiguilhe,
Auf der zweiten steht eine 22m hohe Marienstatue, die Notre Dame de France.

Ich geh zur Herberge und nach einer Dusche bin ich bereit, die Stadt anzuschauen,
über alte Pflastersteine geht es über viele Treppen hoch zur Kapelle, dort sitzte ich einen Weile auf der sonnenbeschienen Treppe, schau hinunter auf die Stadt und geniesse es.
In der Stadt gibt es viel zu sehen,die Herstellung von Spitzen, Dentelle.
mit einem Sandwich lasse ich den Abend ausklingen.

Am Samstagmorgen ziehe ich früh los, da für nachmittgs das Wetter umschlagen soll.
ich besuche beide Vulkane, und habe eine herrliche Sicht,
dann ist da noch die Pilgerausstellung zu empfehlen und einen Besuch bei den Jacobsfreunden von Le Puy.
Abends muss ich natürlich die Linsen probieren: Lentelle vert mit saucisson !
es gewittert und ich mache mich auf den Weg zurück zur Herberge

































































das war mein Camino für diesen Sommer, jetzt also den Camino Gebennenis beendet  und nächstes Jahr geht es auf der Via Podiensis weiter.....
nach meinem Weg habe ich noch ein paar schöne Tage in Lyon und Umgebung verbracht; 
Fotos gibt es dann in den nächsten Tagen auf meinem Reiseblog:

www.claudiatravellingaroundtheworld.blogspot.de  


meine Mitbringsel aus Frankreich:







die berühmten Linsen aus Le Puy und natürlich die schönen Spitzen!




Kommentare:

  1. Liebe Claudia,
    vielen Dank für diesen stimmungsvollen und interessanten Pilgerreisebericht! Es hat Spaß gemacht, deinen Weg zu verfolgen. Am liebsten würde ich gleich morgen wieder loslaufen ;-) Deine Bilder sind - wie immer - Spitzenklasse!
    Willkommen daheim! Liebe Grüße,
    Dagmar

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  2. Hallo Claudia !
    Superbericht und sehr schöne Fotos !!
    Am meisten freut 's mich immer, wenn jemand die nahezu gleichen Fotos geschossen oder in der selben Herberge übernachtet hat. Wie ich deinem Bericht entnehme warst beim Louis Revel in der Gite "Le Vernay" in Maurice-de-Rotherens. War 2007 dort und war ebenfalls begeistert von der Herberge. Besonders von dem vorzüglichen Essen auf der Terrasse bei einer grandiosen Aussicht. Monsieur ist eine sehr interessante Persönlichkeit, was, wenn ich mich nicht irre, sogar in meinem Outdoor - Führer als Hinweis vermerkt war. Unvergessen ist mir der gemeinsame Besuch der Hauskapelle.
    Dann hast auch noch in Les Setoux in der "Skihütte" übernachtet. Sehr gut in Erinnerung habe da das gemeinsame Abendessen im Restaurant im Hof neben der Kirche, den Besitzern der Unterkunft.
    Ich fand die gesamte Via gebennensis landschaftlich unglaublich schön zu pilgern. Und Le Puy-en-Velay mit seinen ganzen Sehenswürdigkeiten ist eh' ein Schmuckkästchen von Stadt !! Die Grünen Linsen habe ich natürlich auch probiert; ist irgendwie fast Pflicht, wie später der Aligòt im Aubrac.

    Nochmals Vielen Dank für Deinen mehr als gelungenen Bericht und den tollen Fotos !

    Viel Spaß für Deinen bevorstehenden Weg ab Rothenburg !!

    Allzeit "Guten Weg", Bon chemin" und "Buen camino" !!!

    Paul

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    Antworten
    1. Hallo,Paul
      Vielen Dank für das kompliment und deinen netten Kommentat,
      Jamdie herberge in St.Maurice ist sehr schön,leider lebt der alte herbergsvater nicht mehr,so hat sein Sohn mit seiner Freundin das ganze übernommen!
      Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt,
      Die Via gebennensis ist wirklich ein sehr schöner Weg und ich freue mich jetzt auf die via Podiensis im nächsten jahr und natürlich auch auf den weg von Rothenburg nach Esslingen
      Buon camino
      Claudia

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